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Universelle Türöffner-Zeitsteuerung


Hinweis:

Aufgrund vieler Kundenanfragen wurde aus unserer bewährten Türöffner-Zeitsteuerung eine spezielle Türöffner-Arztschaltung abgeleitet: eine kleine (selbständige) Ablaufsteuerung erzeugt nach einem kurzer Ansteuerungsimpuls (i.d.R. Klingel) eine Verzögerungszeit, nach deren Ablauf der Ausgang für eine einstellbare Impulsdauer (i.d.R. Türöffner) automatisch angesteuert wird. 

Der auf der separaten Seite Türöffner-Arztschaltung zu findende Produktbeschreibung kann entnommen werden, dass die Funktionalität eine deutlich andere ist, als die auf dieser Seite beschriebene universelle Türöffner-Zeitsteuerung. Da sich beide Produkte (als offen Leiterplatine) sehr ähnlich sehen, kann das bei Anfragen durchaus zu Missverständnissen führen... (offensichtlicher Unterschied sind die bei der Arztschaltung vorhandenen LEDs)


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Überblick

Die Entwicklung dieser universellen Türöffner-Zeitsteuerung hilft bei der Lösung verschiedener Problemfälle, die immer wieder bei Türen und Toren mit elektrisch angesteuerten Türöffnern auftreten. Dabei stellt sich weniger der Türöffner selbst, sondern vielmehr die Konzeption und Kombination der beteiligten Anlagenteile und deren Benutzung als unpraktisch oder gar unzuverlässig heraus.

Impulsverlängerung bei zu kurz gedrücktem Türöffnertaster, Ansprechverzögerung bei "geheimen" Öffnertastern und Abschaltautomatik sind die Schlagworte, die dieses Gerät kurz und knapp charakterisieren. 

Zur grundsätzlichen Funktionsweise und den möglichen Einsatzgebiete dieser Türöffner-Zeitsteuerung lesen Sie bitte im nachfolgenden Abschnitt weiter.

Vergrößerung im Popup-Fenster auf 800 Pixel

Einkanalige Türöffner-Zeitsteuerung in offener Bauform für den Einbau in eine Außensprechstelle

Vergrößerung im Popup-Fenster auf 800 Pixel

Zweikanalige Türöffner-Zeitsteuerung in offener Bauform für den Einbau in eine Außensprechstelle

Vergrößerung im Popup-Fenster auf 800 Pixel

Zweikanalige Türöffner-Zeitsteuerung im Hutschienengehäuse (Typ 1) für den Einbau in einen Schaltschrank

Vergrößerung im Popup-Fenster auf 800 Pixel

Zweikanalige Türöffner-Zeitsteuerung im Hutschienengehäuse (Typ 2) für den Einbau in einen Verteilerschrank

Die universelle Türöffner-Zeitsteuerung steht in verschiedenen Bauformen und mehrere Versionen zur Auswahl, weiterhin gibt es einige Zusatzoptionen und Sonderausführungen (PopupBeispiel). Eine Hilfsspannung von 8-12V~ sollte für die üblichen Anwendungen immer zur Verfügung stehen, denn diese wird bei Türöffneranlagen typischerweise verwendet (andere Spannungen auf Anfrage).

Für den direkten Einbau in Außensprechstellen ist die offene Bauform vorgesehen (PopupSchutzart beachten). Für die Funktionalität der Abfallverzögerung ("Nachlauf") sollte sichergestellt sein, dass die für diesen Zweck erforderliche Hilfsspannung auch dauerhaft (z.B. Beleuchtung der Klingeltaster) ansteht. Nur falls eine reine Ansprechverzögerung oder eine reine Schutzfunktion (s.u.) gewünscht wird, kann ggfs. auf eine Hilfsspannung verzichtet werden. Die offenen Bauformen können mit verschiedenen PopupBefestigungsvarianten (für die Leiterplatine) geliefert werden.

Für den Einbau in Elektroverteilungen ist die Bauform im Hutschienengehäuse vorgesehen. Die Variante Typ 1 ist für die Fälle gedacht, in denen eine Montage in einem geschlossenen Schaltschrank (ohne separate Abdeckplatte) vorgenommen werden soll. Die Variante Typ 2 ist für die Montage in einem gängigen Verteilerschrank vorgesehen. Der Unterschied ist, dass das zweite Hutschienengehäuse im Profil die Bauform eines PopupLeitungsschutzschalters (umgangssprachlich "Sicherungsautomat") aufweist und daher keine Vergrößerung des Abdeckplatten-Ausschnitts notwendig wird.


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Funktionsweise und Einsatzgebiete

Drei nachfolgend dargestellte Beispiele erklären die grundsätzliche Funktionsweise und mögliche Einsatzgebiete für die universelle Türöffner-Zeitsteuerung:

  1. Wer kennt nicht das Ärgernis, dass der Türöffner viel zu kurz für einen Besucher angesteuert wird und dieser anschließend wiederholt die Klingel betätigen muss. Die universelle Türöffner-Zeitsteuerung erlaubt das Verlängern des Ansteuerungsimpulses für den Türöffner auf einstellbare Werte zwischen 0,1 und 9 Sekunden pro Öffnungszyklus. Selbst nach nur kurzem Druck auf den Öffnertaster zeigt das Summen des Türöffners den Öffnungsvorgang sicher an und der Besucher kann ohne Hast die Tür öffnen und hindurchtreten. Damit werden nicht nur Irritationen vermieden, die durch wiederholtes Betätigen des Türöffner vorkommen. Das gilt vor allem dann, wenn keine Sichtverbindung zwischen Pförtner und Besucher besteht. Sollte der Besucher zwischenzeitlich die Türe bereits wieder hinter sich geschlossen haben, kann eine Mehrfachbetätigung übrigens auch zur unautorisierten Nutzung (oder womöglich sogar zum unbemerkten Aufspringen) der Tür führen.

  2. Bei nicht besonders sicherheitskritischen Türen (Zugang von Werkstatt zum Büro oder Gartentor) soll oftmals der unproblematische Zutritt durch Personen ermöglicht werden, die einen "Geheimtaster" kennen. Ein solcher (mehr oder weniger gut) versteckter Türöffnertaster kann naturgemäß nur sehr umständlich betätigt werden. Hat man dann zusätzlich die Hände voll, führt die Benutzung der Tür zu akrobatischen Verrenkungen: nicht gerade unauffällig. Der Einsatz der universellen Türöffner-Zeitsteuerung ermöglicht es, einen gewöhnlichen (völlig unspektakulären) Klingeltaster als Öffner zu verwenden. Die Besonderheit liegt dabei in der Dauer der notwendigen Tasterbetätigung: ein "Uneingeweihter" weiß nicht, dass die Betätigung des Tasters über beispielsweise 3 Sekunden etwas anderes bewirkt als die Betätigung für nur 1 Sekunde. Nach Ablauf eine einstellbaren Zeitverzögerung, die üblicherweise merklich länger ist als der gewöhnliche Klingeldruck, wird das eigentliche Türöffnersignal erzeugt. Ob dabei tatsächlich ein Klingelsignal erzeugt wird oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle.

  3. Nicht nur im Falle des technischen Versagens, sondern auch wenn der Öffner-Taster (absichtlich oder unabsichtlich) blockiert wurde, sorgt die einstellbare Abschaltautomatik für eine Begrenzung der Türöffner-Ansteuerung. So kann die Maximaldauer auf Werte zwischen 1 und 90 Sekunden pro Öffnungszyklus begrenzt werden. Die kleinen Zeitwerte sind vorgesehen, wenn zwangsweise nur ein kurzer Öffnungs-Impuls gefordert ist oder wenn z.B. bei Klingelanlagen das Dauerläuten auf "vernünftige" Zeiten reduziert werden soll. Die größeren Zeitwerte sind für die Sicherheitsabschaltung gedacht. Elektrische Türöffner haben (besonders für große Türen oder Tore im Industriebereich) die Eigenschaft, dass sie aufgrund ihrer Induktivität und der vergleichsweise hohen Ströme ansteuernde Taster oder Relaiskontakte auf die Dauer schädigen können. Im daraus resultierenden Fehlerfall kommt es zu einer ständigen Ansteuerung, was gleich mehrfache Sicherheitsrisiken ("Tag der offenen Tür", Brandgefahr) darstellt. Türöffner sind üblicherweise nur für einen kurzzeitigen Betrieb ausgelegt und können durch andauernde Ansteuerung (100%ED) überlastet und zerstört werden. Zwar ist der Austausch eines defekten Türöffners im Grunde mehr ein finanzielles als technisches Problem, wäre da nicht die ungeheure Vielzahl an (für den Laien) kaum zu unterscheidenden Typen. Oftmals führen dann Fehlbestellungen und - insbesondere bei nicht so gängigen Typen - lange Lieferzeiten zu Folgeproblemen.

Selbstverständlich lässt sich die universelle Türöffner-Zeitsteuerung problemlos mit vorhandenen Klingelanlagen kombinieren, sie benutzt schließlich die gleichen Signale. Folglich kann sie auch für Läutewerke/Gongs selbst oder Ähnliches eingesetzt werden, solange die Spannungsversorgung auf dem Niveau üblicher Klingelanlagen liegt und der Ausgang nicht dauernd überlastet wird. 

Ein ungewöhnliches Beispiel aus der Praxis: bei einer Telefonanlage wurden zwei elektrische Türöffner mit jeweils programmierbaren Zeiten angesteuert. Durch nicht behebbare "Software-Hänger" wurden diese allerdings wiederholt durch Dauerbetrieb zerstört. Als hardwaremäßige Zeitbegrenzung wurde einfach die kleinste Ausführung der Türöffner-Zeitsteuerung zur Lösung dieses Problems nachgeschaltet. Bei diesem speziellen Einsatzfall, ähnlich einer elektronischen Sicherung, ist noch nicht einmal eine Hilfsspannung notwendig.

Übrigens ist auch das Klingelsignal (Anrufsignalisierung) einer analogen Telefonanlage zur Ansteuerung geeignet: zur Erkennung der Externer LinkRufspannung muss am Steuerspannungseingang lediglich ein Kondensator (2,2µF/100V) vorgeschaltet werden. So ist z.B. eine Anwendung bekannt, bei der vom Rollstuhl aus über die Haustelefonanlage die Haustüre ferngeöffnet wird.

Für die ein- und die zweikanalige Version stehen jeweils beispielhafte Anschlussschemata zur Verfügung:

Die vollständige Installations- und Inbetriebnahmeanleitung enthält natürlich noch weitere Informationen. Auf Anfrage kann diese Anleitung auch zur Vorabansicht im PDF-Format bereit gestellt werden.

Um auch komplexere Aufgabestellungen realisieren zu können, wurden - speziell für die in Klingelanlagen gebräuchlichen Bedingungn - verschiedene Zusatzplatinen entwickelt. Neben Zweifach-Steuerrelais mit (vergoldeten) Umschaltkontakten oder einem Leistungsrelais mit Entstörgliedern ist auch die Möglichkeit der rückwirkungsfreien Ankopplung von Klingelanlagen an Steuerungen im 230V-Netz (Treppenhauslichtschalter und Ähnliches) gegeben. Auf der Seite PopupZusatz-Leiterplatinen sind einige dieser nicht-kundenspezifischen Zusatzschaltungen dargestellt.

Alle Schaltungen sind grundsätzlich so ausgelegt, dass sie auch unter kritischen Bedingungen (z.B. starkes Einbrechen der Spannung bei Betätigung des Türöffners aufgrund von zu langen Leitungen oder zu dünnem Drahtquerschnitt) sicher funktionieren. Außerdem können alle Ein- und Ausgänge mit Gleich- oder Wechselspannung betrieben werden, wodurch auch die Umsetzung verschiedener Systeme kein Problem darstellt.  


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Technische Daten und Ausführung

Stromversorgung: 8-12V AC/DC (normaler "Klingeltrafo")
andere Kleinspannungen (AC<50V, DC<75V) auf Anfrage
Stromaufnahme: Standby:  < 1 mA
Betrieb:  < 20 mA
Eingänge: Steuerspannung:  5-15V AC/DC,
Steuerstrom:  < 30 mA (bei 12 Volt ca. 20 mA),
Besonderheiten:  elektronische Schutzfunktionen, vollständige galvanische Trennung.
Ausgang: Dauerbelastbarkeit:  0,75 Ampere / 30V AC/DC,
Kurzfristbelastbarkeit:  1,1 Ampere / 30V AC/DC,
Besonderheiten:  Photo-MOS-Relais, mehrfache elektronische Schutzfunktionen, vollständige galvanische Trennung.
Einstellregler: Ansprechverzögerung für Eingang 1:  0,1 - 8 Sekunden
Abfallverzögerung für Eingang 1:  0,1 - 9 Sekunden
Ansprechverzögerung für Eingang 2:  0,1 - 8 Sekunden
Abfallverzögerung für Eingang 2:  0,1 - 9 Sekunden
Zeitbegrenzung für Ausgang:  1 - 90 Sekunden
(andere Zeitbereiche nach Absprache möglich)
Abmessungen: Offene Leiterplatine (einkanalig):  47 x 77 x 20 mm (LxBxH)
Offene Leiterplatine (zweikanalig) :  67 x 85 x 20 mm (LxBxH)
Hutschienengehäuse Typ 1:  93 x 96 x 60 mm (LxBxH)
Hutschienengehäuse Typ 2:  72 x 91 x 71 mm (LxBxH)
Gehäuse: Offene Leiterplatine: Schutzart IP00 (geschützter Einbau erforderlich)
Auf Anfrage sind für den geschützten Einbau verschiedene Aufputzgehäuse lieferbar (die passende Auswahl hängt von vielen Faktoren ab, bitte sprechen Sie uns gezielt darauf an)
Hutschienengehäuse: Kunststoff, hellgrau, Plexiglas-Abdeckung, IP20

Zur Klärung eventueller Fragen zur Technik, zur Bestellung oder zu Preisen und Lieferzeiten können Sie selbstverständlich jederzeit unverbindlich zu uns aufnehmen.


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Stand: 10.04.2017