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Universelle Türöffner-Zeitsteuerung
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Überblick
Die Entwicklung dieser universellen Türöffner-Zeitsteuerung hilft bei der Lösung verschiedener Problemfälle, die immer wieder bei Türen und Toren mit elektrisch angesteuerten Türöffnern auftreten. Dabei stellt sich weniger der Türöffner selbst, sondern vielmehr die Konzeption und Kombination der beteiligten Anlagenteile und deren Benutzung als unpraktisch oder gar unzuverlässig heraus.
Impulsverlängerung bei zu kurz gedrücktem Türöffnertaster, Ansprechverzögerung bei "geheimen" Öffnertastern und Abschaltautomatik sind die Schlagworte, die dieses Gerät kurz und knapp charakterisieren.
Zur grundsätzlichen Funktionsweise und den möglichen Einsatzgebiete dieser Türöffner-Zeitsteuerung lesen Sie bitte im nachfolgenden Abschnitt weiter.
Einkanalige Türöffner-Zeitsteuerung im Hutschienengehäuse für den Einbau in die Verteilung
Zweikanalige Türöffner-Zeitsteuerung im Hutschienengehäuse für den Einbau in die Verteilung
Einkanalige Türöffner-Zeitsteuerung in offener Bauform für den Einbau in die Außensprechstelle
Zweikanalige Türöffner-Zeitsteuerung in offener Bauform mit Doppel-Relais-Steuerung (Sonderausführung)
Die universelle Türöffner-Zeitsteuerung steht in verschiedenen Bauformen und mehrere Versionen zur Auswahl, weiterhin gibt es einige Zusatzoptionen und Sonderausführungen (auf Anfrage). Eine Hilfsspannung von 8-12V~ sollte für die üblichen Anwendungen immer zur Verfügung stehen, denn diese wird bei Türöffneranlagen typischerweise verwendet. Für den Einbau in vorhandene Elektroverteilungen ist die Bauform im Hutschienengehäuse, für den direkten Einbau in die Außensprechstellen die offene Bauform vorgesehen. Ist der direkte Einbau in Außensprechstellen geplant, muss sichergestellt sein, dass dort die Hilfsspannung auch dauerhaft (z.B. Beleuchtung der Klingeltaster) ansteht.
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Funktionsweise und Einsatzgebiete
Drei nachfolgend dargestellte Beispiele erklären die grundsätzliche Funktionsweise und mögliche Einsatzgebiete für die universelle Türöffner-Zeitsteuerung:
Wer kennt nicht das Ärgernis, dass der Türöffner viel zu kurz für einen Besucher angesteuert wird und dieser anschließend wiederholt die Klingel betätigen muss. Die universelle Türöffner-Zeitsteuerung erlaubt das Verlängern des Ansteuerungsimpulses für den Türöffner auf einstellbare Werte zwischen 0,1 und 6 Sekunden pro Öffnungszyklus. Selbst nach nur kurzem Druck auf den Öffnertaster zeigt das Summen des Türöffners den Öffnungsvorgang sicher an und der Besucher kann ohne Hast die Tür öffnen und hindurchtreten Damit werden nicht nur Irritationen vermieden, die durch wiederholtes Betätigen des Türöffner vorkommen. Das gilt vor allem dann, wenn keine Sichtverbindung zwischen Pförtner und Besucher besteht. Sollte der Besucher zwischenzeitlich die Türe bereits wieder hinter sich geschlossen haben, kann eine Mehrfachbetätigung übrigens auch zur unautorisierten Nutzung (oder womöglich sogar zum unbemerkten Aufspringen) der Tür führen.
Bei nicht besonders sicherheitskritischen Türen (Zugang von Werkstatt zum Büro oder Gartentor) soll oftmals der unproblematische Zutritt durch Personen ermöglicht werden, die einen "Geheimtaster" kennen. Ein solcher (mehr oder weniger gut) versteckter Türöffnertaster kann naturgemäß nur sehr umständlich betätigt werden. Hat man dann zusätzlich die Hände voll, führt die Benutzung der Tür zu akrobatischen Verrenkungen: nicht gerade unauffällig. Der Einsatz der universellen Türöffner-Zeitsteuerung ermöglicht es, einen gewöhnlichen (völlig unspektakulären) Klingeltaster als Öffner zu verwenden. Die Besonderheit liegt dabei in der Dauer der notwendigen Tasterbetätigung: ein "Uneingeweihter" weiß nicht, dass die Betätigung des Tasters über beispielsweise 3 Sekunden etwas anderes bewirkt als die Betätigung für nur 1 Sekunde. Nach Ablauf eine einstellbaren Zeitverzögerung, die üblicherweise merklich länger ist als der gewöhnliche Klingeldruck, wird das eigentliche Türöffnersignal erzeugt. Ob dabei überhaupt ein Klingelsignal erzeugt wird oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle.
Nicht nur im Falle des technischen Versagens, sondern auch wenn der Öffner-Taster (absichtlich oder unabsichtlich) blockiert wurde, sorgt die einstellbare Abschaltautomatik für eine Begrenzung der Türöffner-Ansteuerung. So kann die Maximaldauer auf Werte zwischen 1 und 60 Sekunden pro Öffnungszyklus begrenzt werden. Die kleinen Zeitwerte sind vorgesehen, wenn zwangsweise nur ein kurzer Öffnungs-Impuls gefordert ist oder wenn z.B. bei Klingelanlagen das Dauerläuten auf "vernünftige" Zeiten reduziert werden soll. Die größeren Zeitwerte sind für die Sicherheitsabschaltung gedacht. Elektrische Türöffner haben (besonders für große Türen oder Tore im Industriebereich) die Eigenschaft, dass sie aufgrund ihrer Induktivität und der vergleichsweise hohen Ströme ansteuernde Taster oder Relaiskontakte auf die Dauer schädigen können. Im daraus resultierenden Fehlerfall kommt es zu einer ständigen Ansteuerung, was gleich mehrfache Sicherheitsrisiken ("Tag der offenen Tür", Brandgefahr) darstellt. Türöffner sind üblicherweise nur für einen kurzzeitigen Betrieb ausgelegt und werden durch andauernde Ansteuerung (100%ED) überlastet und zerstört. Zwar ist der Austausch eines defekten Türöffners im Grunde mehr ein finanzielles als technisches Problem, wäre da nicht die ungeheure Vielzahl an kaum zu unterscheidenden Typen. Oftmals führen dann Fehlbestellungen und - insbesondere bei nicht so gängigen Typen - lange Lieferzeiten zu Folgeproblemen.
Selbstverständlich lässt sich die universelle Türöffner-Zeitsteuerung problemlos mit vorhandenen Klingelanlagen kombinieren, sie benutzt schließlich die gleichen Signale. Folglich kann sie auch für Läutewerke/Gongs selbst oder Ähnliches eingesetzt werden, solange die Spannungsversorgung auf dem Niveau üblicher Klingelanlagen liegt und der Ausgang nicht überlastet wird.
Ein ungewöhnliches Beispiel aus der Praxis: bei einer Telefonanlage wurden zwei elektrische Türöffner mit jeweils programmierbaren Zeiten angesteuert. Durch nicht behebbare "Software-Hänger" wurden diese allerdings wiederholt durch den Dauerbetrieb zerstört. Als hardwaremäßige Zeitbegrenzung wurde einfach die kleinste Ausführung der Türöffner-Zeitsteuerung zur Lösung dieses Problems nachgeschaltet. Bei diesem speziellen Einsatzfall, ähnlich einer elektronischen Sicherung, ist noch nicht einmal eine Hilfsspannung notwendig.
Übrigens ist auch das Klingelsignal (Anrufsignalisierung) einer analogen Telefonanlage zur Ansteuerung geeignet: zur Erkennung der
Rufspannung muss am Steuerspannungseingang lediglich ein Kondensator (2,2µF/100V) vorgeschaltet werden.
Für beide Versionen stehen die
Anschlussschemata (PDF-Format ca. 500 KB) zum Download zur Verfügung.
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Technische Daten und Ausführung
Stromversorgung: 8-12V AC/DC (normaler "Klingeltrafo") Stromaufnahme: Standby: < 1 mA
Betrieb: < 20 mAEingänge: Ansteuerung: 5-15V AC/DC,
Belastung: min. 500 Ohm,
Elektronisch geschützt und galvanisch getrenntAusgang: Belastbarkeit: max. 1 Ampere / 15V AC/DC
elektronisches Relais, mehrfach elektronisch geschütztEinstellregler: Ansprechverzögerung für Eingang 1: 0,1 - 6 Sekunden
Abfallverzögerung für Eingang 1: 0,1 - 6 Sekunden
Ansprechverzögerung für Eingang 2: 0,1 - 6 Sekunden
Abfallverzögerung für Eingang 2: 0,1 - 6 Sekunden
Zeitbegrenzung für Ausgang: 1 - 60 SekundenAbmessungen: Hutschienengehäuse Typ 1: 71 x 96 x 60 mm (LxBxH)
Hutschienengehäuse Typ 2: 94 x 96 x 60 mm (LxBxH)
Offene Leiterplatte Typ 1: 70 x 50 x 18 mm (LxBxH)
Offene Leiterplatte Typ 2: 80 x 70 x 18 mm (LxBxH)Gehäuse: Hutschienengehäuse: Kunststoff, hellgrau, Plexiglas-Abdeckung, IP20
Offene Leiterplatte: keine Schutzart, wassergeschützter Einbau erforderlichZur Klärung eventueller Fragen zur Technik, zur Bestellung oder zu Preisen und Lieferzeiten können Sie selbstverständlich jederzeit unverbindlich zu uns aufnehmen.
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Stand: 24.03.2010