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One-Ohm-Conduction-Tester


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Überblick

Der One-Ohm-Conduction-Tester (Ein-Ohm-Durchgangsprüfer) ist eine praxisnahe Entwicklung, die aufgrund verschiedener Unzulänglichkeiten bisheriger Durchgangsprüfer nötig wurde. Einfache Geräte zeigen zwar an, dass in einem Messkreis Strom fließt, üblicherweise kann jedoch keine sichere Aussage über den Widerstand des Prüflings getroffen werden. So ist beispielsweise nicht feststellbar, ob eine Trafowicklung einen "Schluss" hat, oder eben nicht. In einer Klingelanlage würde der (vergleichsweise niedrige) ohmsche Widerstand eines Türsummers als Durchgang gemessen - was man fälschlicherweise als Kurzschluss deuten würde. Häufig sind auch kritische Problemfälle - wie Wackelkontakte oder oxidierte Klemmstellen - zu beobachten, denen man mit billigen Geräten zum "Durchklingeln" eben nicht so einfach beikommt.

Selbstverständlich haben heutzutage die meisten Multimeter im Bereich der Widerstandmessung auch eine Durchgangsprüfer-Funktion. Üblicherweise wird ein Widerstand kleiner 200 Ohm akustisch als Durchgang signalisiert, ein Messwert erscheint im Display. Ein schnelles Abarbeiten mehrerer Messstellen wird allerdings dadurch verhindert, dass eine solche Messung vergleichsweise viel Zeit in Anspruch nimmt (insbesondere bei Multimetern mit sog. Autorange-Funktion). Ist der Messwert als Entscheidungskriterium von Bedeutung, muss sogar zum Ablesen des Display der Blick vom Prüfling abgewendet werden.

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Beliebt beim Praktiker: Der One-Ohm-Conduction-Tester

Folgende Anforderungen an einen praxistauglichen Durchgangsprüfer werden durch den One-Ohm-Conduction-Tester bestens erfüllt:

Sie schätzen es gar nicht, wenn ausgerechnet beim dringenden Service-Einsatz die Batterie leer ist, nur weil zuvor jemand vergessen hat das Gerät auszuschalten?

Als besonderes Highlight trennt der Low-Power-Standby-Mode die Messelektronik nach einer Betriebszeit von ca. 10 Minuten automatisch von der Batterie. Während der Messbetrieb in etwa 3 mA aus der Batterie zieht, fließen dann weniger als 500 nA (Milliardstel Ampère). Der One-Ohm-Conduction-Tester hat deswegen auch keinen Ausschalter: obwohl bei der Signalisierung über Tongeber und LED dreimal soviel Strom wie im normalen Messbetrieb verbraucht wird, kann das Gerät mit einer Batterie jahrelang betrieben werden (die Selbstentladung billiger Batterien hat einen größeren Einfluss auf deren Lebensdauer).

Für Detailinteressierte steht die PopupBedienungsanleitung (PDF-Format ca. 250 KB) zur Einsicht bereit.


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Funktionsweise

Vor dem Messeinsatz wird der auf der Geräteoberseite befindliche Ein-Taster lediglich einmal kurz betätigt, wobei das Gerät seine Bereitschaft durch einen kurzen Triller-Ton signalisiert. 

Wie bei anderen Widerstandsmessgeräten auch, kann eine Messung grundsätzlich nur an spannungsfreien Anlagen und Geräten erfolgen. Ein durch den Prüfling fließender Betriebsstrom würde ansonsten dem Messstrom überlagert: eine eindeutige Messung ist dann nicht möglich.

Beim Anlegen der Prüfspitzen sollte bedacht werden, dass die Oberflächen vieler metallischer Leiter sehr leicht durch Oxidation dünne Isolationsschichten aufbauen können. Im Kleinspannungsbereich ist gerade dies eine der potentiellen Ursachen für gefürchtete (weil schwer zu lokalisierende) Wackelkontakte. Durch die absichtlich kleine Messspannung von nur 10 Millivolt werden solche hauchdünnen Oxidschichten nicht "durchschlagen", auf der anderen Seite werden sie durch einen vergleichsweise geringen mechanischen Druck sehr leicht zerstört.

Wird ein Widerstand von unter 1 Ohm gemessen, erfolgt die Signalisierung als "Durchgang" über den eingebauten akustischen Tongeber und die LED. In einer lauten Umgebung wird die superhelle rote LED auch aus einem größeren Augenwinkel noch sehr gut wahrgenommen. Für eine besonders hohe Lautstärke (85dB@10cm) kann über dem Signaltongeber eine zusätzliche Schallöffnung in das Kunststoffgehäuse eingebracht werden - unter den üblichen Bedingungen ist dies allerdings nicht notwendig (wodurch Gerät spritzwassergeschützt bleibt).

Nach der Betätigung des oben erwähnten Tasters läuft die Zeit (ca. 10 Min.) bis zum automatischen Abschalten der Elektronik. Ebenso wie das manuelle Einschalten wird auch das automatische Abschalten durch einen kurzen Triller-Ton angezeigt. Dadurch wird ein "Nicht-Piepsen" nach automatischer Abschaltung nicht fälschlicherweise als Messergebnis "kein Durchgang" missinterpretiert. 


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Einsatzgebiete

Der One-Ohm-Conduction-Tester kann in allen elektrotechnischen und elektronischen Aufgabenbereichen Einsatz finden. Insbesondere im allgemeinen Schaltschrankbau (Verdrahtungen), beim Aufbau und bei der Prüfung von Klein- und Niederspannungsanlagen sowie bei der allgemeinen Fehlersuche - insbesondere im Service-Einsatz - kann er seine Stärken voll ausspielen.

Dort wo hochauflösende Digital-Multimeter - dank ihrer hochohmigen Eingänge - die widersprüchlichsten Messwerte präsentieren, oder der "Taschenlampen-Durchgangsprüfer" einen scheinbaren Kurzschluss signalisiert, bringt der One-Ohm-Conduction-Tester sekundenschnell Klarheit in die tatsächlichen Verhältnisse.

Jeder, der schon einmal mit einem herkömmlichen Ohmmeter oder einem gewöhnlichen Durchgangsprüfer in nicht auftrennbaren Stromkreisen verzweigte Signalwege und/oder mögliche Querverbindungen verfolgen musste, wird dieses praktische Gerät zu schätzen wissen.


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Technische Daten und Ausführung

Stromversorgung: 9V-Blockbatterie (hält deutlich länger als ein Jahr)
Stromaufnahme: Low-Power-Standby: < 500 nA
Messbetrieb: < 3 mA
Signalisierung: < 10 mA
Messspannung: 10 mV
Eingangswiderstand: 10 Ohm
Signalisierung: Signaltongeber (ca. 2300 Hz) und LED (rot, superhell)
Messleitung: mit Prüfspitzen ca. 90 cm
Bedienung: Ein-Taster, automatische Abschaltung nach ca. 10 Min.
Geräteabmessungen: 85 x 65 x 27 mm (LxBxH)
Gewicht: ca. 100 g
Gehäuse: ABS-Kunststoff, hellgrau, Schutzart IP41

Das Gerät wird mit fest angeschlossenen (unverlierbaren) Prüfschnüren geliefert, aus Transportschutzgründen liegt jedoch keine Batterie bei (kann aber auf Wunsch mitgeliefert werden).

Die im Jahre 2014 überarbeitete Ausführung hat einen spritzwassergeschützten Ein-Taster und hochwertigere Prüfspitzen, auf welche die üblichen 4mm-Prüfklammern aufgesetzt werden können.

Zur Klärung eventueller Fragen zur Technik, zur Bestellung oder zu Preisen und Lieferzeiten können Sie selbstverständlich jederzeit unverbindlich Kontakt zu uns aufnehmen.


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Stand: 13.11.2014