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MIDI für Vintage-Synths


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Lithium-Batterie-Ersatz für NiCd-Akkus :

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Spezial-Lithiumzelle mit zusätzlicher Schutzbeschaltung
(Anschlussleitung mit Stecker nicht abgebildet)

Die Schaltung für den universellen Lithium-Batterie-Ersatz für Nickel-Cadmium-Akkus wurde so ausgelegt, dass sie direkt die bisher verwendeten NiCd-Zellen (oder auch kleinere Lithium-Zellen) ersetzen kann. Modifikation an der Schaltung des Synthesizers sind dabei nicht notwendig, vorhandene Lade- oder Schutzschaltungen stören weder die Funktion noch die Sicherheit.

Die auf der Leiterplatte befindliche Schutzbeschaltung verhindert mit Hilfe einer Spezialdiode selbst geringste Rückladeströme, die ansonsten zum Aufblähen oder gar zur Explosion der Lithiumzelle führen können. Sogar ein Kurzschluss hinter den Anschlusssteckern der Leiterplatte wird damit ungefährlich und führt schlimmstenfalls zu schnelleren Entladung der Batterie. Somit ist auch der Selbsteinbau für den geübten Hobby-Elektroniker problemlos möglich: nur ein direkter Kurzschluss der Lithium-Batterie (also die Anschüsse der Batterie selbst) muss beim Hantieren und beim Einbau unbedingt verhindert werden!

Im Normalbetrieb sollte die Lithiumzelle - je nach Synthesizer - problemlos bis zu 10 Jahre halten. Im Gegensatz zu NiCd-Akkus ist außerdem ein Auslaufen von Lithiumzellen praktisch ausgeschlossen. Da keine Nachladung erfolgen muss (bzw. darf, s.o.), kann der Synthesizer somit auch über eine beliebig lange Zeit hinweg ausgeschaltet bleiben.

Die Montage der Leiterplatte erfolgt im Allgemeinen über zwei Abstandsbolzen auf die Metallrückwand des Instruments oder - noch problemloser - einfach auf die hölzerne Grundplatte, denn viel freien Platz benötigt die lediglich 80x25mm große Platine nicht. Die elektrische Verbindung zur Synthesizerelektronik erfolgt über zwei Litzen, die einfach anstelle des entfernten NiCd-Akkus angelötet werden. Die passende Anschlussleitung (Länge ca. 15cm) mit fertig konfektioniertem Stecker gehört selbstverständlich mit zum Lieferumfang dazu, beim Anschluss muss nur die Polarität (Rot=Plus, Schwarz=Minus) beachtet werden. 


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Hintergrundinformationen zu auslaufenden NiCd-Akkus :

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Ausgelaufener NiCd-Akku bei einem Korg PolySix

Die Elektronik eines Synthesizer kann durch die ätzenden Substanzen eines ausgelaufenen NiCd-Akku derart zerstört werden, dass es aufgrund der hohen Reparaturkosten unter Umständen zu einem wirtschaftlichen Totalschaden kommt. Nicht nur die kupfernen Leiterbahnen der Leiterplatine werden aufgelöst, sondern die Säure diffundiert über die Anschlussbeinchen der ICs in die Schaltkreise hinein und zersetzt dann den eigentlichen elektronischen Chip. Meist wird erst durch die dann auftretenden Fehlfunktionen der Schaden bemerkt. Bei Steckverbindern führen "angefressene" Kontakte zu schwer zu lokalisierenden "Wacklern". Sie müssen dann komplett ausgetauscht werden, was sehr aufwendig ist. Denn diese Stecker sind heutzutage nicht mehr zu bekommen und müssen durch ähnliche (oder angepasste) Typen ersetzt werden, was i.d.R. ziemlich zeitaufwendig ist.

Besonders leicht können NiCd-Akkus auslaufen, wenn sie nicht regelmäßig mehrere Stunden nachgeladen werden. Bleibt der Synthesizer sogar mehrere Monate ausgeschaltet, schädigt eine Tiefentladung den Akku unwiderruflich und ein Auslaufen ist praktisch garantiert.


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Stand: 24.03.2010